Wirtschaftspreis Altmark 2018 Preisträger

Vier erfolgreiche Unternehmen mit dem Wirtschaftspreis Altmark 2018 ausgezeichnet

Wirtschaftspreis Altmark 2018 Preisträger - Foto: Volksstimme

Foto: Volksstimme

In diesem Jahr, in dem die Sparkasse Altmark West ihr 175. Gründungsjubiläum begeht, hatte sie am 26. Oktober 2018 in einem festlichen Rahmen im Kulturhaus der Hansestadt Salzwedel erneut die Auszeichnungsveranstaltung zum Wirtschaftspreis Altmark ausgerichtet. Dieser renommierte Preis wurde nunmehr zum 16. Mal verliehen. Pokal 2018An diesem von den Landräten und den Vorstandsvorsitzenden der Sparkassen der beiden altmärkischen Sparkassen ausgelobten Wettbewerb um den Wirtschaftspreis hatten sich in diesem Jahr 17 Unternehmen beteiligt, an vier von ihnen wurde der Preis - zu gleichen Teilen - heute überreicht.  Bei diesem Anlass fand auch die Auszeichnung mit dem Existenzgründerpreis Altmark 2018 statt, der ebenfalls mit 2500 Euro dotiert ist.

Als Moderator des Abends führte Herr Andreas Mann durch die Veranstaltung. Programmpunkte waren zunächst Grußworte, die von Herrn Ulrich Böther, Vorstandsvorsitzender der gastgebenden Sparkasse Altmark West, und Herrn Michael Ziche, Landrat des Altmarkkreises Salzwedel, gehalten wurden. Außerdem sprachen Herr Dr. Michael Ermrich, Geschäftsführender Präsident des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, und Herr Dr. Jürgen Ude, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt. Als Festredner der Veranstaltung konnte Herr Wolfgang Grupp, Inhaber des Textilunternehmens Trigema aus dem baden-württembergischen Burladingen, gewonnen werden. In seinem lebhaften, informativen Vortrag machte er deutlich, wie wichtig gerade die regionale Verwurzelung eines Unternehmens ist.

Musikalisch wurde die Veranstaltung umrahmt durch Frau Annemarie Gäbler und Herrn Adam Markowski vom MDR-Sinfonieorchester auf ihren Violinen.

Im Rahmen der Auszeichnungen mit dem Existenzgründerpreis und dem Wirtschaftspreis ging es – unterstützt durch entsprechende Präsentationsfilme -  zunächst um die Verleihung des altmärkischen Existenzgründerpreises 2018. Diesen konnte die Gründerin Frau Kirsten Schiller, die die Firma Natukola, einen Naturkostladen mit Café, in der Hansestadt Salzwedel betreibt, entgegennehmen.

Der abschließende Programmpunkt der Festveranstaltung war dann der Höhepunkt des Abends: die Auszeichnung mit dem Wirtschaftspreis Altmark 2018, der – wie seit dem Jahr 2015 - in vier Kategorien, jeweils dotiert mit 2500 Euro, vergeben wurde. Die Auszeichnungen erhielten folgende Unternehmen:

 

  • Verarbeitendes Gewerbe – AMS Arneburger Maschinen- und Stahlbau GmbH, Arneburg (Elbe), Herr Dipl.-Ing. Wilfried Balle, Geschäftsführer
  • Handwerk – Tischlerei Christian Lappe, Salzwedel, OT Klein Grabenstedt, Herr Christian Lappe, Inhaber
  • Dienstleistungen – VEB-Bild GbR, Stendal, Herr Dirk Andres, Herr Thomas Butzek, Geschäftsführer
  • Landwirtschaft – Produktivgenossenschaft „Altmark“ e.G. Neuferchau, Klötze, OT Neuferchau, Herr Henry Hartmann, Vorstandsvorsitzender

Herzlichen Glückwunsch allen Preisträgern!

Begründungen zu den Preisträgern:

Wirtschaftspreis Altmark 2018 - Verarbeitendes Gewerbe

AMS ArneburgArneburger Maschinen- und Stahlbau GmbH
Werbener Str. 5
39596 Arneburg (Elbe)

www.ams-arneburg.de

Der Wettbewerbsantrag wurde gestellt von: Herrn Christoph Balle, Geschäftsführer

Begründung:
„Mit dem Ende der ehemaligen [Kern-]Kraftwerksbaustelle in Arneburg fanden sich Ingenieure sowie weitere Fachkräfte zusammen um mit ihrem Know-How eine neue Herausforderung anzunehmen. Die Nachfrage des Anlagenbaus nach Schweißkonstruktionen als Unikat oder Kleinserie sowie an Maschinenbauleistungen bildeten dabei eine zukunftsfähige Grundlage. Mit über 150 Mitarbeitern zählt die Unternehmensgruppe zu den größten Arbeitgebern und Ausbildungsbetrieben in der Region.“ Mit diesen Worten stellte sich die Arneburger Maschinen- und Stahlbau GmbH 2016 in der Festschrift zum zwanzigjährigen Unternehmensjubiläum vor. Durch die im gleichen Jahr neu geschaffene Produktionshalle ist der heute mit seinem Fertigung-Know-How breit aufgestellte Betrieb und mit seinen hochqualifizierten Mitarbeitern in der Lage, neben Großprojekten auch Detail- und Sonderaufgaben für deutsche und internationale Kunden zu realisieren. Hafenkrane sowie Energie-, Förder- und Baukrantechnik gehören zum Produktionsprofil. Zur Umsetzung arbeitet man größtenteils mit ortsnahen Lieferanten zusammen. Zudem hat das im Arneburger Industrie- und Gewerbepark ansässige Unternehmen durch Eisenbahn- und Straßenanschluss sowie Elbhafen beste logistische Voraussetzungen.

Ein ganz wichtiger Faktor für die weitere Firmenentwicklung sind die umfangreichen Aktivitäten zur Nachwuchssicherung. Als Ausbildungsbetrieb für handwerklich-technische Berufe steht die AMS GmbH eng mit Schulen in Stendal, Tangermünde und Tangerhütte in Kontakt. Aber auch eine Zusammenarbeit mit dem Stendaler Campus der Hochschule Magdeburg-Stendal wird gepflegt. Bei zahlreichen Events, so dem AltmarkMacherFestival oder dem Rückkehrertag des Landkreises Stendal, wurde und wird zudem auf die vielseitigen Einstiegs- und Aufstiegsmöglichkeiten bei AMS, wo auf der Grundlage einer Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 gearbeitet wird, aufmerksam gemacht.

In Form von Spenden unterstützt das Unternehmen viele regionale Projekte, Einrichtungen und Sportvereine. Ein besonderes Highlight ist ein in Kooperation mit dem Winckelmann-Gymnasium Stendal entwickelter mobiler Bolzplatz, der im Landkreis Stendal kostenfrei zur Verfügung steht.

Wirtschaftspreis Altmark 2018 - Handwerk

Tischlerei LappeTischlerei Christian Lappe
Klein Grabenstedt 6
29410 Salzwedel

www.tischlerei-lappe.de

Der Wettbewerbsantrag wurde gestellt von: Herr Christian Lappe, Inhaber                                                                   

Begründung:
Im Jahr 1995 gründet Herr Lappe seinen im ländlichen Raum der westlichen Altmark gelegenen Betrieb und investierte zunächst in den Um- und Ausbau denkmalgeschützter Gebäude zur Tischlerei mit Holz-Trockenkammer, Vierseiten-Hobel und Breitbandschleifer. Um das Produktportfolio erweitern zu können, tätigte er auch in der Folgezeit weitere Investitionen, so für die Anschaffung von Maschinen und Werkzeugen, die Einrichtung eines Computernetzwerkes für die CAD-Arbeitsvorbereitung und eines Lackierraumes u.v.m. Und zukünftig sind weitere Modernisierungen schon in Planung, etwa eine umweltfreundliche automatische Holzschnitzel-Heizungsanlage, die Erweiterung der Produktionsfläche durch ein klimatisiertes Möbellager sowie die Vergrößerung des Holzlagers.

Zur Aufgabe hat sich die Tischlerei Lappe gemacht, „Individuelles aus Holz“ zu schaffen. Seit über 20 Jahren werden Tische oder komplette Einrichtungen, Fenster oder Türen, individuelle Möbel und Bauelemente für den privaten und gewerblichen Bereich aus Massivholz gefertigt. Wer sich über die Produkte informieren will: Die 2016-17 neu gestaltete Website zeigt viele interessante Beispiele. Die Erzeugnisse werden schonend für die Umwelt, möglichst naturbelassen, schadstoffarm und langlebig hergestellt. Verarbeitet wird zertifiziertes, vorrangig heimisches Holz. Um das zu erreichen, wurde ein Netzwerk mit Forstämtern, Waldbauern, Sägewerken und Speditionen geknüpft. Und dass die sorgfältig gestalteten Handwerksprodukte bestens angenommen werden, zeigt sich an dem Kundenkreis, der sich auf den näheren und weiteren Umkreis zwischen Hamburg, Hannover, Magdeburg und Berlin und darüber hinaus erstreckt.

Die Tischlerei Lappe fühlt sich der Region Altmark in besonderem Maße verpflichtet. 15 Arbeits- und 4 Ausbildungsplätze stehen zu Buche und ein vielfältiges Engagement für die ländliche Kultur sind ein besonderes Markenzeichen.

Wirtschaftspreis Altmark 2018 - Dienstleistungen

VEB BildVEB-Bild GbR
Breite Str. 71
39576 Stendal

www.veb-bild.de

Der Wettbewerbsantrag wurde gestellt von: Herrn Dirk Andres, Geschäftsführer

Begründung:
Das im April 2014 gegründete Medienunternehmen VEB-Bild ist einem Bereich tätig, der seine Kundschaft aus solchen Wirtschaftsbereichen generiert, die mit Werbeaktivitäten Aufmerksamkeit für ihre Produkte oder die Gewinnung von Fachkräften erreichen möchten. Dabei will VEB-Bild mit passenden Designs, Fotos, Filmen und anderen Produkten, die auf aktuellen Trends in der Werbe- und Medienwelt basieren, helfen, die entsprechenden Firmenziele realisieren zu können. Zur Umsetzung sind dafür bei VEB-Bild mittels wachsender Investitionen in neuste Technik die Geschäftsbereiche Digitales Marketing, Drohnenfotografie, Filmproduktion und virtuelle Rundgänge geschaffen worden. Dabei setzt man auf Vorsprung durch moderne, schnelle Technik. Und um das Know-How des Unternehmens und auch der sechs Mitarbeiter auszubauen, sind regelmäßige Fortbildungen und Workshops (min. 2-3 pro Jahr) auf der Tagesordnung.

Zur weiteren Fachkräftegewinnung arbeitet das Unternehmen aktiv mit Netzwerken wie den Wirtschaftsjunioren Altmark (z.B. durch Unterstützung der Projekte „Ein Tag Chef“ oder „Most Wanted“) und dem Unternehmensnetzwerk Altmark (UNA) zusammen. Um auf die (Arbeits-) Möglichkeiten bei VEB-Bild aufmerksam zu machen, bringt man sich zudem in Projekte der Hochschule Magdeburg-Stendal ein; so wurde 2018 ein gemeinsames Vorhaben mit dem Fachbereich Industriedesign erfolgreich umgesetzt

Für die weitere Entwicklung des altmarkweit und darüber hinaus gut bekannten Unternehmens sind schon Investitionen in neue Technik in Planung. Gedacht ist an neue Drohnen, neue Objektive und natürlich eine Verstärkung der Rechenleistung, um gerade für die Produktion im Film- und Animationsbereich noch leistungsfähiger werden zu können. Um auch die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter bestmöglich zu gestalten, ist bis Mitte 2019 eine Erweiterung des Büros vorgesehen.

Besonders erwähnt werden soll, dass sich VEB-Bild in die Veranstaltungsreihe der „Altmark-Festspiele“ zur Entwicklung einer professionellen Ausdarstellung einbringt. So soll ein Teil der Erlöse aus dem Festspiel-Kalenderverkauf an den veranstaltenden Verein fließen.

Wirtschaftspreis Altmark 2018 - Landwirtschaft

PG NeuferchauProduktivgenossenschaft
„Altmark“ e.G. Neuferchau
Jübarer Weg 1
38486 Klötze, OT Neuferchau

www.pg-neuferchau.de

Der Wettbewerbsantrag wurde gestellt von: Herrn Henry Hartmann, Vorstandsvorsitzender

Begründung:
Die Produktivgenossenschaft „Altmark“ e.G. Neuferchau, die am 30. August 1990 aus der LPG Tierproduktion „Altmark“ entstand, ist ein landwirtschaftliches Unternehmen mit Ackerbau, Grünlandbewirtschaftung, Aufzucht von Milchviehfärsen sowie Aufzucht und Mast von Schweinen. Am Rande des Naturparks Drömling gelegen, fühlt sich das Unternehmen in besonderer Weise der regionalen Kreislaufwirtschaft und der Teilnahme an extensiven Agrarumweltprogrammen verpflichtet. Die Feldwirtschaft ist neben dem Anbau von regionaltypischen Pflanzen davon geprägt, neue Strategien auszuprobieren, so etwa Düngeversuche, Nutzung von Zwischenfrüchten und speziellen Energiepflanzen oder die Schaffung von Bienenweiden.  Weitere Standbeine sind die eigene Vermarktung der Schweineproduktion sowie die Lieferung von Abwärme, die bei der Biogasherstellung anfällt, über ein Nahwärmenetz an bereits 70 Haushalte in Neuferchau.

Das Agrar-Unternehmen mit seinen 9 Beschäftigten und einem Auszubildenden hat durch die im beträchtlichen Umfang getätigten Investitionen den Betrieb kontinuierlich neuen Vorgaben entsprechend modernisiert, um ihn für die wachsenden Herausforderungen fit zu machen. Viele Initiativen dienen der Fachkräftesicherung, so z.B. durch die Bereitstellung von Praktikums- und Ausbildungsplätzen (Landwirt, Tierwirt [Schwein]). Ein besonderer Fokus liegt auf der Eigenverantwortung der Mitarbeiter sowie einer familienfreundlichen, flexiblen Arbeitszeitgestaltung.

Mit vielfältigen gesellschaftlichen Aktivitäten und der vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Kommune gestaltet die Produktivgenossenschaft das dörfliche Leben umfassend mit, u.a. durch die Unterstützung ortsansässiger Vereine, Kindergärten und Schulen.  Die Mitarbeit im Kreisbauernverband, in der Interessengemeinschaft Drömling, und in Arbeitsgruppen der Naturparkverwaltung Drömling sind besonders zu nennende Pluspunkte für das regionale Engagement des Neuferchauer Unternehmens.

Existenzgründerpreis Altmark 2018 - Preisträger

NatukolaNatukola – Naturkostladen und Café
Frau Kirsten Schiller
Breite Straße 32
29410 Salzwedel

www.natukola.de

Begründung:
„Natukola- wofür steht das eigentlich? Ganz einfach: NATUrKOstLAden.“ Mit diesen Worten begrüßt Frau Schiller ihre – virtuellen – Kunden auf ihrer Website. Und dass es – entsprechend des Geschäftsmottos -  natürlich auch ihr schmeckt, will man angesichts des reichhaltigen Angebotes verschiedener Naturprodukte, das in dem rd. 70 m² großen Geschäft in einer vielbesuchten Salzwedeler Einkaufsmeile vorrätig ist, gern glauben. Darüber hinaus bietet Frau Schiller zudem in ihrem Café „nicht irgendeinen Kaffee, sondern den Kaffee aus der ältesten Bio-Kaffeerösterei Deutschlands“ sowie ein tägliches Frühstücks- und Mittagsangebot, natürlich vegetarisch oder vegan.

Frau Kirsten Schiller ist Diplom-Wirtschaftsingenieurin und zertifizierte Ernährungsberaterin sowie Heil- und Pflanzenkundlerin. Da liegt es nahe, dass sie mit ihrer am 13. August 2016 realisierten Neugründung das eine – Wirtschaft – mit dem anderen – gesunde Ernährung – verband. Aber es sollte kein „normaler“ Bio-Laden sein, wie man ihn allerorten kennt. Frau Schiller legt vielmehr großen Wert auf eine individuelle Beratung ihrer Kunden. So ist es ihr ein besonderes Anliegen, zum Beispiel Menschen mit Lebensmittel-Unverträglichkeiten spezielle Empfehlungen zu geben. Da gesunde Ernährung für sie nicht nur ein Verkaufsargument, sondern auch Überzeugung ist, engagiert sie sich in diesem Sinne mit vielfältigen Aktionen in der Region. So arbeitet sie mit Kindereinrichtungen sowie Schulen zusammen und hält Vorträge in der Volkshochschule, bei der URANIA oder der Volkssolidarität Salzwedel.

Seit 2016 hat Frau Schiller gemeinsam mit ihrem Mann rd. 100.000,- Euro in den Laden, die Einrichtung und den Warenbestand investiert. Sie hat das ausschließlich aus eigenen Mitteln ohne Bankfinanzierung geschafft. Als Gründerin war es für sie nicht einfach, einen auskömmlichen Marktanteil zu erschließen. Zudem musste sie etliche Anstrengungen unternehmen, um leistungsfähige Naturkost-Lieferanten möglichst aus dem regionalen Umfeld zu gewinnen. Dabei wurde sie auch im nahen Wendland fündig.

Dass es Frau Schiller seit Etablierung ihres Unternehmens gelungen ist, eine zahlreiche Kundschaft für ihre Angebote zu begeistern, zeigt sich auch darin, dass die Gründerin bereits eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigte sowie einen Mini-Jobber einstellen konnte.

Rückblicke

Preisträger 2018