Wirtschaftspreis Altmark

Wirtschaftspreis Altmark 2017 mit Auszeichnungen an Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Handwerk, der Dienstleistungen und der Landwirtschaft

Ein kleines Jubiläum galt es zu begehen: Zum fünfzehnten Mal wurde nunmehr der Wirtschaftspreis Altmark verliehen. Und wie schon seit 2015 ging der Preis zu gleichen Teilen an vier Unternehmen. Mit Bezug auf den Regionalmarketing-Claim „Die Altmark. Grüne Wiese mit Zukunft“ war der Wettbewerb im Mai d.J. von den Landräten und den Vorstandsvorsitzenden der Sparkassen der beiden altmärkischen Sparkassen ausgelobt worden. Dieser Wettbewerb hat ein erfreuliches Echo gefunden: 26 Unternehmen aus unterschiedlichen Wirtschaftsbranchen und Orten der Altmark haben sich daran beteiligt. In der von der Kreissparkasse Stendal in der Hansestadt Stendal im Schulungs- und Ausbildungszentrum, Arneburger Str. 28,  ausgerichteten festlichen Veranstaltung wurde am 20.10.2017 dieser renommierte Preis vergeben. Bei diesem Anlass fand auch die Auszeichnung mit dem Existenzgründerpreis Altmark 2017 statt.

Pokal 2017Zu Beginn spielte der Pianist Florian Meyer, begleitet von der Sängerin Maria, zwei Musikstücke. Beide Künstler umrahmten auch den weiteren Abend musikalisch. Eröffnet wurde die Veranstaltung dann vom Moderator, Herrn Christian Johannsen (Kreissparkasse Stendal). Anschließend begrüßte Herr Jörg Achereiner, Vorstandsvorsitzender der gastgebenden Kreissparkasse Stendal, die Gäste. Das nachfolgende Grußwort wurde von Herrn Carsten Wulfänger, Landrat des Landkreises Stendal, gehalten. Ihm folgte dann ein Vortrag von Herrn Prof. Dr. Horst Gischer. Universitätsprofessor für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Geld und Kredit, an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Nächster Programmpunkt war nach einem weiteren Musikstück, die Verleihung des altmärkischen Existenzgründerpreises 2017, dotiert mit 2500 Euro. Dieser ging an Herrn Ronny Ladwig, Inhaber der Tischlerei Holz und Glas in Havelberg.

Den Abschluss der feierlichen Veranstaltung bildete dann die Auszeichnung mit dem Wirtschaftspreis Altmark 2017, der wieder in vier Kategorien, jeweils dotiert mit 2500 Euro, vergeben wurde. Prämiert wurden die folgenden Unternehmen:

Herzlichen Glückwunsch allen Preisträgern!

Begründungen zu den Preisträgern:

Wirtschaftspreis Altmark 2017 – Verarbeitendes Gewerbe

Salzwedeler Baumkuchen GmbHSalzwedeler Baumkuchen GmbH
Am Güterbahnhof 19
29410 Salzwedel

www.baumkuchen-saw.de

Der Wettbewerbsantrag wurde gestellt von: Frau Rosemarie Lehmann, Frau Rosina Bachert, Geschäftsführerinnen

Seit 1843 ist der Salzwedeler Baumkuchen – im wahrsten Sinne des Wortes  - in aller Munde. Einer der prominentesten Hersteller dieser Köstlichkeit ist die Salzwedeler Baumkuchen GmbH, die sich – einschl. der Vorgängerbetriebe - seit 1949 erfolgreich am Markt behauptet. Insbesondere seit der Gründung der GmbH im Jahre 1990 hatten sich die Marktbedingungen grundlegend geändert. Es galt, für die gut nachgefragten Produkte neue Absatzgebiete zu erschließen. So ist das Unternehmen heute mit 11 Filialen, 2 Cafés und 5 Verkaufsmobilen regional im Altmarkkreis Salzwedel und im angrenzenden Niedersachsen tätig. Überregional werden im ausgewählten Lebensmittelhandel der Salzwedeler Baumkuchen g.g.A. (geschützte geografische Angabe) sowie Brot- und Brötchensortimente vertrieben. Darüber hinaus wird ein Baumkuchen-Online-Shop betrieben.

In dem Unternehmen, das derzeit 107 vorwiegend langjährig tätige Mitarbeiter, davon 87 Frauen und 8 Auszubildende, beschäftigt, steht die Sicherung eines hohen Qualitätsstandards bei der Herstellung der breiten Produktpalette unter Berücksichtigung von Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz  sowie Energieeffizienz an erster Stelle. Traditionelle, handwerkliche Produktion, die Verarbeitung natürlicher, vollwertiger Rohstoffe ohne Farbstoffe und Konservierungsmittel sowie Kreativität bei der Entwicklung neuer Erzeugnisse sind die Grundpfeiler für das erfolgreiche Agieren des Unternehmens am Markt.

Um auch zukünftig gut aufgestellt zu sein, werden die Fachkräfte weitergebildet und eine gute Lehrausbildung zur gezielten Gewinnung des Berufsnachwuchses, einschließlich entsprechender Schülerpraktika, durchgeführt. Dazu beteiligt man sich an Berufsbildungsprojekten und nutzt externe Schulungsexpertise. Viel Wert wird auf eine gute Öffentlichkeitsarbeit gelegt, so ist die alljährlich durchgeführte „Nacht des Backens“ ein wahrer Publikumsmagnet.

Die Investitionen sind zunehmend auf die Steigerung der betrieblichen Energieeffizienz gerichtet. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Digitalisierung; dazu gibt es ein Projekt zur Einbindung der Verwiegetechnik in das Warenwirtschaftssystem.

Wirtschaftspreis Altmark 2017 - Handwerk

Metall- und Stahlbau MauerMetall- und Stahlbau Mauer
Hauptstr. 56
39579 Schinne

www.msb-mauer.de

Der Wettbewerbsantrag wurde gestellt von: Herr Hagen Mauer, Geschäftsführer

„Besondere Projekte brauchen besonderes Können. Deshalb setzt Metall- und Stahlbau Mauer auf ein eingespieltes Expertenteam ...“ So wirbt das 1997 nahe der Stadt Bismark (Altmark) gegründete und seither stetig erweiterte Handwerksunternehmen mit Recht für seine regional, ja international nachgefragten und mit hoher Qualität gefertigten Produkte und Leistungen. Spezialisiert ist der Betrieb auf Komplettlösungen für Schlosserei, Metall- und Stahlbau von der Planung bis zur Montage. Beispiele sind die Herstellung passgenauer, montagefertiger Elemente für Windräder sowie Transport- und Lagerboxen. Dabei setzt man auf eine konsequente Kundenorientierung und eine den wachsenden Anforderungen entsprechende technische Kompetenz. So sieht sich das Unternehmen, das heute 18 Mitarbeiter und 6 Auszubildende – Altersdurchschnitt 34 Jahre! – beschäftigt, gut für die zukünftigen Herausforderungen aufgestellt. Um das nachhaltig zu gewährleisten, sichert der Betrieb durch eine kontinuierliche Weiterbildung eine bestens ausgebildete Facharbeiterschaft, der eine Aufstiegschance bis zum Meister des Metallhandwerks geboten wird. In enger Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Altmark und der Handwerkskammer Magdeburg wurde es zudem möglich, dass Fachkräfte sehr erfolgreich am „Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks“ teilnehmen konnten.

Der Metall- und Stahlbau Mauer fühlt sich der Region Altmark und ihrer erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung in besonderem Maße verpflichtet. Darum hat man sich sehr bewusst der Kampagne „Die Altmark. Grüne Wiese mit Zukunft“ angeschlossen, um vor allem den Fortschritt im Energiesektor zu unterstützen. Dabei geht man sorgfältig mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen um. Darüber hinaus verdient das regionale Engagement bei der Unterstützung ortsansässiger Vereine und Einrichtungen durch finanzielle Mittel und Sachspenden eine besondere Erwähnung.

Wirtschaftspreis Altmark 2017 - Dienstleistungen

Landhotel Winterfelder HofLandhotel „Winterfelder Hof“
An der B 71 Nr. 100
38486 Apenburg-Winterfeld, OT Winterfeld

www.winterfelder-hof.de

Der Wettbewerbsantrag wurde gestellt von: Frau Erika Kamieth, Inhaberin

Die Entwicklung des altmarkweit und darüber hinaus gut bekannten Unternehmens begann im Jahr 1993 durch den Umbau eines Wohnhauses zur Gaststätte mit einem Saal und vier Doppelzimmern. Durch umfangreiche Investitionen wurde der Betrieb in den Folgejahren stetig vergrößert, u.a. durch neue Räumlichkeiten, eine Kegelbahn und einen zweiten Küchentrakt, und das gastronomische Angebot konnte beträchtlich erweitert werden. 2003 entstand zudem in der Ortslage Winterfeld die Festhalle „Rustica“, die die Versorgung von bis zu 350 Gästen ermöglicht. Mit dem Abschluss eines Pachtvertrages für den Altmarksaal in der Stadt Klötze entwickelte sich seit 2006 ein weiteres attraktives Standbein dieses altmärkischen Dienstleistungsunternehmens, das 10 Mitarbeiter und 2 Auszubildende beschäftigt.

Zu den Plus-Punkten des „Winterfelder Hofes“ gehören gemütlich eingerichtete Hotelzimmer und komfortable, moderne Ferienwohnungen, die Gäste aus Nah und Fern einladen, in dem behaglichen Ambiente einen erholsamen Aufenthalt zu erleben. Markenzeichen des Unternehmens sind eine traditionelle altmärkische Küche mit einem modernen Touch, eine individuelle Betreuung der Gäste, die perfekte Durchführung privater und geschäftlicher gastronomischer Veranstaltungen sowie spezielle Events wie das bereits seit 20 Jahren durchgeführte Kartoffelfest oder das Oldtimertreffen mit Bauernmarkt. Insbesondere ein breites Dienstleistungsangebot unterscheidet den „Winterfelder Hof“ von manchem Mitwettbewerber. So zählen zu den Angeboten Catering, Eisdiele mit eigener Produktion, Zeltbetrieb, Kegelbahn, Seminare und Konferenzen u.v.m.

Trotz der grundsätzlich schwierigen Arbeitszeitbedingungen in der Gastronomie wird im Unternehmen versucht, besonders den Mitarbeiterinnen mit Kindern familienfreundliche Arbeits- und Urlaubsbedingungen zu ermöglichen. Die Mitarbeiter erhalten eine betriebliche Altersvorsorge und den Auszubildenden werden günstige Unterkünfte angeboten. Bei der Fachkraftgewinnung gibt es eine enge Zusammenarbeit mit den Berufsbildenden Schulen des Altmarkkreises Salzwedel und dem Bildungsverbund Handwerk. Zudem beteiligt man sich regelmäßig an der Salzwedeler Ausbildungsmesse.

Wirtschaftspreis Altmark 2017 – Landwirtschaft

Agrar-Genossenschaft Altmärkische Höhe e.G.
Lückstedt Nr. 77
39606 Altmärkische Höhe

www.agrargenossenschaft-lückstedt.de

Der Wettbewerbsantrag wurde gestellt von: Herr Frank Wiese
Vorstandsvorsitzender

Mit Sitz in Lückstedt (Verbandsgemeinde Seehausen [Altmark], Landkreis Stendal) gehört das breit aufgestellte und in 12 Orten der Gemeinde Altmärkische Höhe tätige Unternehmen, das derzeit 81 Mitarbeiter und 5 Auszubildende beschäftigt, zu den anerkannten Spitzenbetrieben der altmärkischen Landwirtschaft. 3400 ha landwirtschaftliche Fläche, 850 Kühe, 4000 Schweine und eine Mutterkuhherde von 70 Tieren bilden das wirtschaftliche Rückgrat der Genossenschaft, die in den Betriebszweigen Milchproduktion, Schweineproduktion, Pflanzenproduktion und Direktvermarktung von Fleisch- und Wurstwaren tätig ist. Zudem wird eine eigene Werkstatt- und Bauabteilung betrieben. Großer Wert wird auf eine attraktive Öffentlichkeitsarbeit gelegt, um so aktiv für den Berufsstand und entsprechende Ausbildungsmöglichkeiten zu werben.

Das verhältnismäßig große Agrar-Unternehmen kann durch die im beträchtlichen Umfang getätigten Investitionen in moderne Land- und Fütterungstechnik deren Vorteile effektiv ausschöpfen und damit den gesellschaftlichen Ansprüchen an eine nachhaltige Landnutzung und Tierhaltung gerecht werden. In Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen aus dem vor- und nachgelagerten Bereichen der Landwirtschaft werden regelmäßig Sorten-, Dünge- und Bodenbearbeitungsversuche gefahren, um neue Informationen über Anbaumaßnahmen im Ackerbau zu gewinnen. Ziel ist es dabei, die Erträge regional zu steigern und durch nachhaltige Flächenbewirtschaftung Kosten zu sparen. Besonders hervorhebenswert ist in diesem Zusammenhang, dass eines der größten Drainagemessfelder Deutschlands auf Flächen der Genossenschaft betrieben wird. Dazu arbeitet man mit der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau in Bernburg (LLG), dem Umweltforschungszentrum Falkenberg (UFZ) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zusammen. Besonderes Augenmerk wird in einer aktuellen Versuchsreihe auf die Optimierung des Stickstoffeinsatzes unter Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen gelegt. Dabei werden neben den Stickstoffeinträgen auch die Auswirkungen auf Ertrag und Qualität untersucht.

Existenzgründerpreis Altmark 2017 - Preisträger

Holz+GlasHavelbergTischlerei Holz und Glas
Herr Ronny Ladwig
Wilsnacker Str. 6 a
39539 Havelberg

www.holzundglas.net

Der Handwerksbetrieb Holz und Glas produziert und montiert vorrangig Fenster und Türen aus Holz und Kunststoff. Zudem werden alle Holzarbeiten, u.a. im Denkmalbereich, ausgeführt und als spezielle handwerkliche Leistung auch Glaserarbeiten (Zuschnitt und Verglasung) sowohl in eigener Werkstatt als auch beim Kunden angeboten. Dabei ist das Unternehmen, das am 18. März 2016 gegründet wurde, die einzige Tischlerei in Havelberg. Im Umkreis von 15 Kilometern gibt es weitere zwei Mitwettbewerber.

Die Tischlerei Holz und Glas ist aus einem (gleichnamigen) Vorgängerbetrieb hervorgegangen, für den jahrelang eine Nachfolgelösung gesucht worden war. Durch das Gründer-Engagement von Herrn Ladwig, der heute 5 Mitarbeiter, darunter einen Meister, sowie 1 Auszubildenden beschäftigt, war es möglich geworden, den Fortbestand des Unternehmens zu sichern und diesem neuen Schwung zu verleihen. Die Aussichten stellen sich ebenfalls positiv dar, so sind die Auftragsbücher für dieses Jahr gut gefüllt und auch für das kommende Jahr sind schon erste Aufträge gesichert worden. Die Umsätze des Betriebes entwickeln sich bereits besser als geplant, so dass die Prognose für die Folgejahre auf eine positive Geschäftsentwicklung hoffen lässt.

Der Handwerksbetrieb arbeitet vorrangig in der Region Altmark sowie in der Landeshauptstadt Magdeburg, aber auch in der benachbarten brandenburgischen Prignitz. Die Kundschaft sind kleine und mittlere Unternehmen sowie private Kunden. Durch seine qualifizierte und termingetreue Erfüllung der akquirierten Aufträge sowie eine der Nachhaltigkeit verpflichtete fachgerechte Entsorgung von Glas- und
Bauschutt sowie Kunststoff macht sich das junge Unternehmen in der Region und darüber hinaus bereits einen guten Namen.

Hervorzuheben ist, dass Herr Ladwig die Möglichkeiten der Unterstützung bei der Gründung genutzt hat. So hat er die individuelle Gründungsberatung in Anspruch genommen und sich im Nachgründerkurs im IGZ BIC Altmark GmbH als Unternehmer qualifiziert. Die Gründungsfinanzierung wurde mit der Hilfe der Hausbank und Förderbank erfolgreich realisiert.

Erfreulich ist zu erwähnen, dass der Gründer für einen Kindergarten und den Erhalt des Havelberger Wasserturms schon Sponsorenleistungen erbringen konnte.

Rückblicke

Preisträger 2016